Aussiedlung der Kärntner Slowenen, Verschleppungen nach dem 2.Weltkrieg, Bombenanschläge in den 70-Jahren in Kärnten – Aufklärung notwendig

Wir sind der Meinung, dass diese tragischen und verbrecherischen Vorgänge aufgeklärt gehören und begrüßen es daher, dass sich ein Ausschuss des Kärntner Landtages damit befassen wird. Die Wahrheit wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Tag kommen, weil sich bekannte Kärntner Historiker damit beschäftigen werden. „Die Wahrheit ist jedem zumutbar, auch wenn sie schmerzliche Erkenntnisse für beide Seiten bringen wird“, so meint auch der neue Obmann des Rates der Kärntner Slowenen Valentin Inzko. Wir schließen uns dieser Meinung vollinhaltlich an.

Interessant für uns Kärntner Slowenen dürfte die Aufklärung über die Tätigkeit des jugoslawischen Geheimdienstes UDBA in den Nachkriegsjahren bis 1985 in Kärnten sein. Es ist allgemein bekannt, dass sie auch unter den Kärntner Slowenen zahlreiche Mitarbeiter hatte, die auch schöne finanzielle Zuwendungen erhielten und sich somit eigentlich für jede weitere politische Tätigkeit kompromittierten. Immerhin wird Josip Broz Tito in einer Liste der Opfer der Weltdiktatoren an 9. Stelle mit 1,2 Millionen Opfern geführt.


Aus Sl. Slo., 2.7.2010

 Opfer von Weltdiktatoren -žrtve svetovnih diktatorjev




Diktator

Staat- država

Zeitraum- obdobje

Opfer-žrtve in Mio.






1

Stalin Josip V.

UdSSR

1929-1953

42,4

2

Mao Tse Tung

China

1923-1976

37,8

3

Hitler Adolf

Deutschland

1933-1945

20,9

4

Tschang Kai Sckeck

China

1921-1948

10,2

5

Lenin Vladmir

UdSSR

1917-1924

4,0

6

Hideki Tojo

Japan

1941-1945

3,9

7

Pol Pot

Cambodia

1968-1987

2,3

8

Yahya Khan

Pakistan

1971-

1,5

9

Tito Josip Broz

Jugoslawien

1941-1978

1,2



Es sollten auch jene Kärntner ermittelt werden, die für die Aussiedlung von über 1000 Kärntner Slowenen im Jahre 1942 (die Auswahl der Familien) verantwortlich sind. Ebenso sind jene Akten in Wien den Untersuchenden auszuhändigen, in welchen höchstwahrscheinlich festgehalten ist, wer für die Denunziationen, die anschließenden Verschleppungen und für die Exekutionen von Kärntnern in den Nachkriegswochen in Slowenien und Kärnten verantwortlich ist.

Österreich sollte hierbei ein Vorreiterrolle spielen, weil es keinen Grund mehr gibt, nicht alles aufzudecken, damit die Toten in Frieden ruhen und deren Angehörige den Schuldigen verzeihen können. Das Meiste ist ja strafrechtlich schon längst verjährt, was aber nicht bedeutet, dass es diese Verbrechen gegeben hat. Dazu gehört vor allem die Findung der Wahrheit. Es soll in Österreich nicht dasselbe geschehen wie in Slowenien, wo die Schuldigen der Morde an Zehntausenden nach dem zweiten Weltkrieg noch immer nicht benannt worden sind und man so tut als ob dies heute niemanden mehr interessiere und man in die Zukunft blicken müsse. An die 500 versteckte Gräber sind Zeugen hinterhältiger und brutaler Brudermorde. Die Wahrheit ist auch hier jedem zumutbar. Die kürzlich Benennung einer neuen Straße nach Josip Broz Tito in Ljubljana ist kein Zeichnen einer neuen Versöhnung.

Natürlich stand am Anfang aller scheußlichen Verbrechen der Nationalsozialismus unter dem Massenmörder Adolf Hitler und seiner Ideologie des deutschen Herrenmenschen. Das entband aber niemanden von seiner Verantwortung und seinem Gewissen.


Nur einige aufzuarbeitende Beispiele:

Dr. Jörg Haider sagte  am 1. Juli 1984 bei der Veranstaltung des Deutschen Turnvereins in St. Jakob im Rosental: Man darf sich aber nicht damit begnügen, dass dieses Land frei und ungeteilt bleibt. Dieses Land (Kärnten) wird nur dann frei sein, wenn es ein deutsches (?) Land sein wird.

Die Befreiungsfront für slowenisch Kärnten (Osvobodilna Fronta za slovensko Koroško, OF), erklärte noch im Jahre 1948 in einer Aussendung: Unser Ziel ist die Vereinigung slowenisch Kärntens (?) mit Titos Jugoslawien.

Die Südkärntner Wirtschaftsgenossenschaft Eberndorf – Kühnsdorf (Južnokoroška gospodarska zadruga, JUGOZA, Sinča vas-Dobrla vas) sendete am 30.4.1948 vom Postamt Eberndorf folgendes Telex an die Bevollmächtigten der Außenministertagung in London: ……unsere wirtschaftliche Entwicklung ist nur in einer Föderativen Volksrepublik Jugoslawien möglich! (?) Gezeichnet der Vorstand der Jugoza.

Dr. Josef Feldner am 27.9.1996 in Eberndorf: Der Kärntner Abwehrkampf ist somit nicht nur ein nostalgisches Ereignis, dessen wir uns dankbar erinnern. Er ist heute wieder und ganz besonders noch in den kommenden Jahren zu führen. Mit den Waffen des Geistes und des Herzens, um Kärnten den Kärntnern zu erhalten (?).

Aus „Der Kärntner“ Nr. 8/1998: Slowenisch ist nicht die zweite Landessprache! (?)

 

Es ist daher Zeit für eine Aufarbeitung der neueren Geschichte und eine Aussöhnung. (RJ)

 


Bei der Justizministerin

Die 5 Gailtaler

Chor Danica St.Primus/Šentprimož

Klagenfurt-Celovec

Hermagoras-Mohorjeva Klagenfurt/Celovec

Kindertheater Kekec in Argentinien



Slowenisch und Windisch ist dasselbe-slovensko in vindiš je isto



Sängerhilfe - pomoč pri petju

Zuwendungen -priznavalnine

Sprueche Haider&co. - ropotanje Haiderja in kompanije

Brief an die zweisprachige Gemeinde-pismo dvojezični občini




Froehliche Runde - vesela družba

Der Zentralverband unterstuetzt eine Fabriksgruendung-Zso podpira tovarno oblog v Šentjakobu

Politische Verlaesslichkeit- politična zanesljivost

Die UDBA war aktiv - aktivnost UDBE

Slowenisch noch im 13. Jahrhundert-slovensko še v 13. stoletju

 

Gymnasiastencor - zbor gimnzaijcev 1964

 Am Hochobir – na Obirju, kdo je bil prvi?

beim Peršman /pri Peršmanu v Koprivni
Regierungschefs in Slowenien einst und jetzt
      
  Nachkriegsopfer-povojne žrtve in Slowenien
Andenken und Beschuldigungen

Domobrancen werden beschuldigt