OGM Studie zu Situation, Sprachgebrauch und Perspektiven für die slowenische Volksgruppe in Kärnten/Koroška: „Sadovnik spricht sich für eine Neuorientierung der Sprachen- und Volksgruppenpolitik in Österreich aus“
Die Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen begrüßt die heute vorgestellte OGM Studie und spricht sich aufgrund der Erkenntnisse für eine Neuorientierung der Sprachen- und Volksgruppenpolitik in Österreich aus. Angesichts der Tatsache, dass sich die slowenische Sprache in einer Phase des positiven Wandels befindet, und auch angesichts eines klaren Bekenntnisses der Republik Österreich und des Landes Kärnten zu seiner sprachlichen und kulturellen Vielfalt sowie der von Österreich ratifizierten Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen und der Rahmenkonvention des Europarates soll nun umgehend den neuen Anforderungen des Sprachen- und Volksgruppenpolitik entsprochen werden. Insbesondere werden die schon erzielten Maßnahmen wie die 15a Vereinbarung zur Elementarpädagogik und die von Bundeskanzleramt prioritär geförderten Digitalisierungsprojekte begrüßt. Nun sollen vor allem im Bereich der Elementarpädagogik umgehend weitere bundesgesetzliche Schritte folgen.
Auch im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen und für eine Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandortes, soll das Erlernen der slowenischen Sprache bzw. aller Volksgruppensprachen, die auch die Sprachen der Nachbarländer sind, auch außerhalb der autochthonen Siedlungsgebiete bzw. in den urbanen Zentren umgehend ermöglicht und rechtlich abgesichert werden.
„Eine solche Haltung würde sowohl den neuen Anforderungen von Sprachenpolitik, als auch den veränderten Rahmenbedingungen und somit den Erkenntnissen der OGM Studie entsprechen“, sagte abschließend Sadovnik.
Link zur Studie:
https://www.ogm.at/wp-content/uploads/2022/09/OGM_Endbericht_Volksgruppe_130922_deutsch.pdf